DW: "Israel muss Sicherheit von Journalisten gewährleisten"

Am 4. Juli wurden eine DW-Korrespondentin sowie ein Kameramann der DW nördlich von Ramallah, im Rahmen eines Angriffs auf das Dorf Sinjil, von israelischen Siedlern mit großen Steinen beworfen und verfolgt.

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Bild: DW

Sie konnten sich körperlich unverletzt in Sicherheit bringen, das Auto des Kameramanns wurde stark beschädigt: eine Scheibe zersplitterte und das Blech wurde beschädigt. 

DW-Intendant Peter Limbourg: "Die DW verurteilt diesen Angriff auf unsere Kollegen, die für die Berichterstattung über einen geplanten Protest gegen Siedlergewalt nach Sinjil gefahren sind. Wir sind erleichtert, dass sie bei dem Angriff nicht körperlich verletzt wurden und sich in Sicherheit bringen konnten. Dieser Angriff ist durch nichts zu rechtfertigen, und wir fordern ganz klar: Die israelische Regierung muss die Sicherheit aller Journalistinnen und Journalisten im Westjordanland gewährleisten. Die Pressefreiheit – und damit die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten – ist die unverzichtbare Säule jeder Demokratie."

Das Westjordanland ist seit 1967 von Israel besetzt. Das Dorf Sinjil liegt an der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Ramallah und Nablus. Es ist von allen Seiten durch einen Zaun mit Eisentor und Check-Points der israelischen Armee von seiner Umgebung abgeschnitten. 

Neben der DW waren weitere internationale Medien vor Ort, um zu berichten, unter anderem AFP, die New York Times und die Washington Post. Auch weitere Journalisten, überwiegend Palästinenser, mussten fliehen. Die DW-Mitarbeiter waren durch ihre Pressewesten klar als Medienschaffende zu erkennen gewesen.