Kerndimensionen | dw.com/diversity | DW | 13.05.2021
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Diversity

Kerndimensionen

Oganisationen brauchen Grundlagen um ein Diversity Management aufzubauen. Das Vielfaltdimensionen Model erfasst Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Menschen um ein inklusiveres Arbeitsumfeld zu schaffen.

Organisationen brauchen die Grundlage um das Diversity Management aufzubauen. Die Kerndimensionen der Charta der Vielfalt:

  • Ethnie: Mehr als ein Viertel aller Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes betreffen die Themen Rassismus und ethnische Herkunft. Die Hautfarbe von Deutschen bestimmt derzeit immer noch in großem Maß die tägliche Lebensrealität. Angefangen mit der nachhakenden Frage "Wo kommen Sie ursprünglich her?" bis hin zu Diskriminierung bei der Job- und Wohnungssuche und gezielten Polizeikontrollen, sind People of Color in Deutschland regelmäßig mit bewusstem und unbewusstem Rassismus konfrontiert. Auf der anderen Seite erfahren Menschen mit weißer Hautfarbe bestimmte Privilegien, die hinterfragt und aufgehoben werden müssen.

 

  • Alter: Laut einer Umfrage der forsa. (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH) hat jeder fünfte Mensch Situationen erlebt, in denen er aufgrund seines Alters benachteiligt wurde. In der Arbeitswelt ist ein häufiges Beispiel die ausbleibende Beförderung mit der Begründung auf zu junges Alter, oder die stark sinkenden Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt mit zunehmendem Alter. Eine Generationen-Vielfalt verspricht wie bei den anderen Kerndimensionen große Mehrwerte, wenn sie besteht und gepflegt wird: Ältere Menschen bringen wertvolle Erfahrung mit in Unternehmen, während jüngere Menschen oft vertrauter sind mit neuen Technologien. 

 

  • Menschen mit Behinderung: Durch zu schnelles und oberflächliches Urteilen werden die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen oft unterschätzt. Dadurch sind ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verhältnismäßig besonders gering. Hinzu kommt, dass Barrierefreiheit vielerorts in Deutschland nicht gewährleistet ist. 

 

  • Geschlecht: Obwohl sich für die Gleichstellung der Frau in den letzten Jahrzehnten in Deutschland viel getan hat, gerade bei der DW, sind bestehende Ungleichheiten teilweise schwer zu glauben: 2019 waren nur 1.9% der Vorstandsvorsitzenden von deutschen Börsennotierten Unternehmen Frauen. Bei Vorstandsmitgliedern, gab es insgesamt mehr Männer mit dem Vornamen Thomas, Michael und Stefan (zusammen 83) als insgesamt Frauen (66). In kleinerem Maße sind allerdings auch Männer manchmal gesellschaftlich benachteiligt, z. B. bei Stigmas in der Kinderbetreuung. In letzter Zeit stärker ins Bild gerückt ist die Inklusion von Trans- und Intergeschlechtlichen Menschen. 

 

  • Sexuelle Orientierung: Lesben, Schwule und Bisexuelle Menschen genießen auch noch nicht die gleichen Freiheiten wie heterosexuelle Menschen in Deutschland. Nur 12% aller Homosexuellen treten auch offen homosexuell im Berufsleben auf beispielsweise. Eine bewährte Maßnahme für Unternehmen für die Inklusion von Menschen dieser Vielfaltsdimension ist die Gründung von Netzwerken im Unternehmen für homosexuelle Mitarbeitende. 

 

  • Religion, Weltanschauung: Konflikte bezogen auf unterschiedliche Weltbilder plagt die Menschheit seit Jahrtausenden. In Deutschland sind diese Konflikte glücklicherweise inzwischen außerordentlich begrenzt und verlaufen zum größten Teil friedfertig. Trotzdem sind in den letzten Jahren steigende Polarisierungen zu beobachten, gerade zwischen politischen Ideologien. Der Respekt voreinander und vor anderen Perspektiven ist wichtiger denn je und Unternehmen sind gefordert zu dessen Gewährleistung beizutragen.


Obwohl das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz aus dem Jahr 2006 Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Ethnie, Alter, Behinderung, Geschlecht, sexueller Identität oder Religion/Weltanschauung verhindern und beseitigen soll, gehören Diskriminierungen dieser Art in Deutschland weiterhin zum Alltag.

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